Wo sind all die Restaurants?
Wer aus der Schweiz, Deutschland oder Italien anreist, ist es gewohnt, jederzeit ein Café, eine Bäckerei oder ein offenes Restaurant zu finden. In Lappland ist das anders und das überrascht viele Gäste. In Dörfern wie Ranua oder Impiö gibt es nur wenige gastronomische Angebote, und oft nur mit eingeschränkten Öffnungszeiten.
Warum ist das so?
Die Gründe sind einfach und nachvollziehbar:
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Die Distanzen sind gross, die Einwohnerzahlen klein. Ein täglicher Restaurantbetrieb lohnt sich in vielen Orten wirtschaftlich nicht.
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Viele Finnen essen zu Hause. Die finnische Esskultur ist ruhig, schlicht, persönlich. Gemeinsames Kochen, auch draussen, gehört zum Alltag.
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Restaurantpreise sind hoch. Für viele Familien ist Essen gehen ein Luxus und keine Routine.
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Das Angebot ist oft saisonal. Viele Lokale öffnen nur im Winter oder Sommer, meist mittags, oft im Zusammenhang mit Tankstellen, Hotels oder Supermärkten.
Neulich sassen wir in einem dieser Restaurants, in denen das Besteck nicht einfach links und rechts liegt, sondern in Staffeln wie eine Parade aufgefächert ist. Sieben Stück, drei Weingläser, weisse Tischdecken, Bütterchen in Blütenform und beim Anstossen hebt man den kleinen Finger, als sei es gesetzlich vorgeschrieben. Wir hatten noch Gutscheine, also warum nicht mal „schick essen gehen“.
Während der dritte Gang mit irgendeinem französisch klingenden Namen angekündigt wurde, vibrierte mein Handy. Eine WhatsApp-Nachricht von unseren Freunden aus Impiö. Ein Foto: Ein Feuer, ein Stock, darauf eine Makara. Mehr nicht. Kein Filter, keine Serviette in Fächerform, kein Weinberater, der etwas über „mineralische Note“ erzählt. Nur Feuer, Wurst und Freundschaft.
Und in genau diesem Moment wusste ich: Ich würde sofort tauschen. Ohne zu zögern. Den Teller mit Schäumchen gegen Russfinger. Den perfekt eingeschenkten Wein gegen Rauchgeruch in den Haaren. Den Silberlöffel gegen einen Holzstock, den man sich vorher selber schnitzt.
Denn dort, am Feuer, wäre mein Herz ruhiger gewesen. Und der Abend echter.
Was heisst das für unsere Gäste?
Unser Tipp: Wer abends warm essen möchte, plant am besten selbst. Fast alle Unterkünfte, auch unser Mökki Tikka, verfügen über gut ausgestattete Küchen. So kann man sich jederzeit etwas zubereiten, flexibel, günstig und gemütlich.
Für besondere Abende empfehlen wir den Catering-Service von simojarvi.fi. Kristian und sein Team liefern hausgemachte, lokale Küche direkt ins Haus – ideal nach einem Wintertag draussen oder als Alternative zur Selbstverpflegung.
Was erwartet dich, wenn du doch ein Restaurant findest?
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Freundlicher, direkter Service
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Hausgemachtes Essen, oft finnische Klassiker wie Lachs, Eintöpfe oder Ofengerichte
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Kein Schnickschnack, aber ehrliche Küche
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Öffnungszeiten oft nur mittags, Reservierung empfohlen
Fazit:
Wer Lappland verstehen will, muss nicht nach einem Gourmetführer suchen. Sondern lernen, einfach zu leben und gut zu essen, ohne Aufwand. Nicht
der Service zählt, sondern die Wärme. Nicht das Angebot, sondern die Art, wie man sich gemeinsam Zeit nimmt.

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